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Forum für die Hunderasse "Kromfohrländer"


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Konditionierung ist keine Erziehung...


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11 Antworten in diesem Thema

#1 ClaRa

ClaRa

Geschrieben 28 Juli 2014 - 12:33

Wir haben gestern an einem Rallye-Obedience-Seminar beim Verfasser dieses Artikels teilgenommen.

War sehr interessant und lehrreich (bis auf die Hitze...;-).

In dem Artikel wird u.a. angesprochen, warum manche Hunde auf dem Hundeplatz nahezu perfekt "funktionieren", im Alltagsleben aber zu "sozialen Terroristen" mutieren...

http://www.canis-f.d...gabe04-2014.pdf




Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen. (Maxim Gorki)


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#2 ClaRa

ClaRa

Geschrieben 28 Juli 2014 - 21:30

Nanu? Alles ruhig? Kein Statement, keine Meinung zu dem Artikel? Schade;-(


Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen. (Maxim Gorki)


#3 Tiffany

Tiffany
  • WohnortSankt Augustin

Geschrieben 29 Juli 2014 - 06:45

sehr interessanter Artikel, ich  habe jetzt nicht genug Zeit und alles zu schreiben was mir durch den Kopf geht und ich muss es auch noch etwas durch den Kopf laufen lassen.

 

Ich denke ich stimme vielem zu was da gesagt wird, wo ich nicht zu stimme ist das wir heute so viele Hunde haben wo es nicht richtig klappt  und das das an der Erziehung liegt.

 

Ich behaupte früher waren die Hunde so gut wie gar nicht erzogen : punkt eins es gab nicht so viele Hunde wenn ich als Kind mit unserem Dackel unterwegs war habe ich ganz selten mal jemand andern mit Hund getroffen und unser Dackel war im heutigen Sinne auch nicht erzogen.

 

Punkt zwei die Hunde die es früher gab kamen nicht so oft und so lange raus wie heute oft nur bis zum ersten Baum um sich zu entleeren, bei uns im Dorf gab es noch viele Hunde an der Kette und keiner hat daran Anstoß genommen es war normal.

 

so ich muss los alles weitere später

 

LG Heike



#4 Tiffany

Tiffany
  • WohnortSankt Augustin

Geschrieben 30 Juli 2014 - 06:44

da bin ich wieder, um meinen Beitrag von gestern zu ende zu führen das Fazit : da es nicht so viele Hunde gab und die auch nicht so oft raus kamen gab es auch keine Reibungspunkte und es viel eben nicht auf das Sie nicht erzogen waren.

 

Sonst stimme ich dem Beitrag schon zu, die Erziehung sollte nicht nur über Konditionierung laufen z. b. sollten auch klare grenzen gezeigt werden wenn ich mit unseren Hunden tobe und es wird zu doll, wird das spiel beendet  mit einem klarem und energischen Schluss .

 

Die Zwei kucken dann immer etwas traurig wissen aber das Sie zu weit geganen  sind.

 

Obwohl ich schon sehr viel Hunde Erfahrung habe und eigentlich auch glaube das die Erziehung meiner Hunde immer gut geklappt hat, stoße ich bei Gino an meine Grenzen, da ist es öfter so das ER entscheidet ob er kommt oder nicht, wenn er jagen geht ist die ganze gute Erziehung im Eimer.

 

Das ist dann eine Situation wo ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll wenn Er endlich kommt, lobe ich weil er da ist, den Bestrafen kann ich ihn ja nicht sonst würde er ja glauben er wird Bestraft dafür das er kommt und dann nie wieder kommen, oder unterschätze ich da die Intelligenz von Hunden, weiß er da genau das er was falsch

 

gemacht hat, ich reagiere jedes mal anders immer der Situation entsprechend ( glaube ich jedenfalls) mal lobe ich  mal straffe ich ihn mit Verachtung und er muss an die Leine, aber geändert hat sich trotzdem nichts, wenn er jagen will, geht er jagen.

 

Oder liegen unsere Fehler schon viel früher aber ich weiß dann nicht genau wo, versteht mich nicht falsch es ist nicht so das er immer abhaut, ich bin auch eigentlich Stolz darauf das wir ihn ab leinen können trotz des großen Jagdtrieb den er hat aber es klappt eben nicht immer und dann entscheidet er doch selber, ganz frech er bleibt  

 

stehen und kuckt und an nach unserem Kommando und rennt dann doch los.

 

so ich muss wieder los bin gespannt was ihr zu sagen habt besonders du Rainer.

 

LG Heike



#5 ClaRa

ClaRa

Geschrieben 30 Juli 2014 - 09:08

Ja Heike,

ich stimme Dir zu, daß es „früher“ wahrscheinlich nicht so viele Hunde gab. Dazu kommt aber auch noch, dass sich durch die heutigen medialen Möglichkeiten viele Dinge sehr schnell verbreiten: Wer hat sich denn vor 20/30 Jahren z.B. um die artgerechte Fütterung große Gedanken gemacht? Hunde und die entsprechende Erziehung liefen damals so „nebenbei“ – die Menge an Hundeschulen/Trainern/Beratern gab es einfach nicht – und die wenigen hatten nicht 1000 Internet-Foren, Fernsehsender etc. zur Verbreitung ihrer „Lehren“, wie die Rütters, Nowaks, Millans etc. unserer Tage.

Passend zum Zeitgeist wird sich doch heute vielfach ein Hund (kann man auch auf andere Haustiere und Kinder übertragen) angeschafft, weil es einfach „in“ ist und „dazu“ gehört. Gedanken darüber, welche Verantwortung, Arbeit, Zeit etc. damit verbunden sind, werden sich scheinbar nicht gemacht. Und wenn dann das berühmte „Licht“ aufgeht und der Hund nicht „funktioniert“ wie geplant, wird professionelle Hilfe gesucht: Da muss es doch irgendeinen Trick geben, um dem Köter das unerwünschte Verhalten abzugewöhnen – im Fernsehen klappt das doch auch so schön und schnell… Das liegt alles nur an dem blöden Vieh – ich habe ihn doch immer so schön partnerschaftlich behandelt und war nie böse zu ihm…

Und genau hier wird den Scharlatanen die Tür geöffnet: Denn „den Trick“, der für alle Hunde gilt, gibt es ebenso wenig, wie es eine konfliktfreie Erziehung gibt. Und die Hundetrainer, die dies propagieren und ihren oft verzweifelten Klienten immer neue „Tricks“ anschwätzen, sollte man m.E. sehr, sehr kritisch sehen. Ich kenne einige „Hundetrainer“ und wenn mir dann immer gesagt wird, dass man „auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse“ arbeitet, kriege ich immer so einen Brechreiz….

Aber das hatten wir ja hier an anderer Stelle alles schon ausführlich diskutiert.

Meine Meinung zu Deinem Gino ist, dass man „Triebe“ (in dem Fall Jagdtrieb) nicht „wegerziehen“ kann – man kann versuchen, sie weitestgehend zu kontrollieren oder zu kanalisieren – was Dir ja auch in den meisten Fällen gut gelingt. Aber es wird immer die ein oder andere Situation geben, wo man einfach nicht schnell genug reagiert und der Trieb einfach stärker ist.  Insofern würde ich mir da keinen „Kopf“ machen – aber vielleicht beteiligen sich ja noch andere User an der Diskussion und können aus eigener Erfahrung berichten?

Danke Dir auf jeden Fall, dass Du Stellung zu dem geposteten Artikel genommen hast.

LG Rainer


Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen. (Maxim Gorki)


#6 Tiffany

Tiffany
  • WohnortSankt Augustin

Geschrieben 31 Juli 2014 - 05:59

Hallo Rainer,

 

ich glaube und hoffe das wir auf dem richtigen weg mit Gino sind.

 

Schade das sonst keiner zu dem Artikel eine Meinung hat.

 

LG Heike



#7 Babsi

Babsi
  • WohnortDorsten/NRW

Geschrieben 01 August 2014 - 10:25

Ich hatte den Artikel schon in der Wuff gelesen.

 

So viel Erfahrung mit Hundeschulen und Erziehungsmethoden habe ich nicht.

 

Als wir vor 18 Jahren den ersten Hund hatten, gab es meines Wissens keine typischen Hundeschulen vor Ort, nur den SHV (Schutzhunde) und einen Gebrauchthundeplatz (alle anderen großen Hunderassen), später noch die Ortsgruppe der Terrier.

 

Es ist doch sonst keiner zu einer HuSchu gegangen, die Hunde die ich früher im Familienbereich kannte, waren kaum bis garnicht erzogen.

 

Unsere Mix-Hündin Lea kam vom Bauernhof. Dadurch das sie nur draussen, bzw im Stall gelebt hatte, war sie sofort stubenrein. Was wir ihr anerzogen haben waren nur die Kommandos Fuss, Sitz, Platz und Warte(Steh), mehr brauchte sie nicht. Lea hatte keinerlei Jagdtrieb, sie hat lediglich mal den Mäuselsprung gemacht, hat keine fremden Menschen belästigt, war einfach ein Anfängerhund.

 

Dann kam Jette und die Suche nach einer Hundeschule begann. So wirklich viel Auswahl an Hundeschulen im Ort, zB in unserem Stadtteil gibt es keine, haben wir immer noch nicht. Da ist mir auch erst Aufgefallen das es Unmengen an Fernsehsendungen über Hundeerziehung gibt. Jeder will das Patentrezept für den Hund haben, was aber nicht für jeden Hund passend ist.

 

Und was mich am meisten aufregt, das dem Zuschauer suggeriert wird, das der Hund innerhalb eine Stunde Sendezeit erzogen ist. Wir wissen doch alle wie viele Trainigseinheiten wir in die Hundeerzieheung gesteckt haben, dann kommt ein Fernsehtrainer, hält dem Hund die Hand vor die Brust und er läuft bei Fuss. Oder zückt die Wasserflasche und der Hund bellt nicht mehr. Dann  könnte ich immer Platzen.

 

Auch diese Mengen an verschiedenen Konditionierungsleckerchen, wie es sie heute gibt, gab es bei Lea nicht. Da gab es Anfangs mal ein Bröckchen Blutwurst, und das wars dann auch.

Was ich für Jette schon Kiloweise Leckerchen verbraucht habe, das hätte ich früher nie gemacht. Vor drei Wochen habe ich mir dann abgewöhnt Leckerchen mitzunehmen.

 

 

 


Liebe Grüße

Babsi und Jette vom rauhen Stein

 

www.jettevomrauhenstein.npage.de

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#8 ClaRa

ClaRa

Geschrieben 01 Oktober 2014 - 14:54

Ich muß nach einigen neueren Erfahrungen noch einmal auf den o.g. Bericht zu sprechen kommen. Es ist so wahr: Da wird stolz erzählt, der Hund habe soeben "mit Erfolg die BH-Prüfung bestanden" und dann wird man Zeuge, wie hilflos der Besitzer herumhampelt, weil sein Hund eben außerhalb des Hundeplatzes so "ganz anders" reagiert...Im "wahren Leben" zeigt sich deutlich der Unterschied zwischen "Dressur" und "Erziehung"...


Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen. (Maxim Gorki)


#9 Babsi

Babsi
  • WohnortDorsten/NRW

Geschrieben 01 Oktober 2014 - 15:23

Was ist denn passiert?


Liebe Grüße

Babsi und Jette vom rauhen Stein

 

www.jettevomrauhenstein.npage.de

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#10 ClaRa

ClaRa

Geschrieben 01 Oktober 2014 - 16:22

Na, der Hund hört für kein Geld der Welt auf irgendeinen Befehl - er ignoriert den Besitzer total und kann erst durch massiven "Leckerchen-Einsatz" zum gewünschten Verhalten gebracht werden. Hat aber die Begleithundausbildung.... Lächerlich...


Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen. (Maxim Gorki)


#11 Banja

Banja

    Vielschreiber

  • Inaktives Mitglied
  • 1.562 Beiträge

Geschrieben 06 Oktober 2014 - 14:48

Na, der Hund hört für kein Geld der Welt auf irgendeinen Befehl - er ignoriert den Besitzer total und kann erst durch massiven "Leckerchen-Einsatz" zum gewünschten Verhalten gebracht werden. Hat aber die Begleithundausbildung.... Lächerlich...


Weil er eben gelernt hat, dass sein Besitzer nur auf dem Hundeplatz konsequent mit ihm ist. Hunde lernen auch situations- und ortsbezogen. Da vernachlässigt der Halter wohl sämtliche Erziehung außerhalb des Hundeplatzes und unter Ablenkung.

Ich empfinde Leckerchen in der Ausbildung für die Begleithundeprüfung als wichtig, ebenso im Hundesport. Denn dort wird schnelles, freudiges und präzises Arbeiten verlangt, und ein Hund der mit Motivationsmittel dahin gebracht wird, wird die Leistung schneller und präziser ausführen. Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass insbesondere bei der Begleithundeausbildung der reine Einsatz von Leckerchen auch hier keinen Erfolg haben wird, denn wenn Hund keine Lust hat, zeigt er gewünschtes Verhalten eben nicht. Man muss sich vor Augen führen, dass die Begleithundeprüfung eigentlich keine Alltagsprüfung ist, sondern vielmehr eine reine Gehorsamsprüfung und in meinen Augen mehr etwas mit Hundesport zu tun hat. Denn wann im Alltag wird perfektes Fußgehen mit Anschauen, Vorsitzen, 10 minütige Ablage ohne Sichtkontakt denn wirklich gebraucht. Die Begleithundeprüfung ist Pflicht für diverse Hundesportarten, um an Turnieren teilnehmen zu dürfen. Insbesondere der Straßenteil wird von den meisten Prüfungsrichtern eher vernachlässigt. Ein Hund, der die Begleithundeprüfung nicht besteht, kann dennoch ein Super Begleithund sein.

Grundsätzlich ist Erziehung jedoch weit mehr als Konditionierung auf Kommandos. Was nutzt das tollste Sitz, wenn sich der Hund beim Anblick anderer Hunde auf Entfernung großkotzig aufführt. Er soll ja nicht Sitz machen, er soll wissen dass er sich beruhigen soll. Was nutzt das perfekteste Fuß, wenn der Hund andere Menschen anknurrt. Oder wenn er gar in der eigenen Familie aggressiv wird. Oder er nicht allein bleiben kann, usw. Erziehung ist weit mehr als der Einsatz von Kommandos und Konditionierung.

Und doch finde ich auch etwas Gutes am Einsatz von Leckerchen insbesondere im Hundesport. Auch im Alltag kann man zu Anfang mit Leckerchen als Belohnung ( nicht als Bestechung) arbeiten, die man später aber unbedingt einschränken muss. Und auch wenn man mit Leckerchen arbeitet ist das Wichtigste, dass es Konsequenzen gibt, wenn Hund das Kommando gerade nicht befolgt. Sonst wird er die Kommandos nie sicher beherrschen, sondern eben nur dann, wenn er gerade Lust und Zeit hat. Unter Ablenkung wird es dann nie funktionieren.
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#12 ClaRa

ClaRa

Geschrieben 06 Oktober 2014 - 15:53

Hallo Banja (?) - Danke für Deine Stzellungnahme -das unterschreibe ich so zu 100%! Es geht niucvht darum, Leckerchen zu verteufeln - es geht um den bewussten und konsequenten Einsatz. Wenn der Hund allerdings nur auf Leckerchen fixiert ist und reagiert, ist das für mich keine Erziehung, sondern Dressur. Aig bekommt beim Agi oder bei anderer Arbeit auf dem Hundeplatz auch Leckerchen - nur "funktioniert" er nicht darüber. Was die BH angeht, pflichte ich Dir auch bei, leider ist es aber so wie beschrieben, dass viele Hunde nur dort Konsequenz von ihren Haltern erfahren und im Alltag komplette "Ignoranten" sind. LG: Rainer


  • Tiffany gefällt das

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